Adventskranz binden – DIY & Ideen

Wir zeigen, wie ihr euch einen tollen Adventskranz binden könnt und verraten außerdem noch viele Dekotipps. Da ist für alle was dabei.

Adventskranz binden: Tolle Dekoideen für die Weihnachtszeit

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier – ach, seid ihr auch schon so voller Vorfreude wie wir? Schon bald ist es wieder so weit. Dann duftet es überall wieder nach Lebkuchen, Plätzchen und Tannenzweigen und wir dürfen uns auf lauschige Abende auf dem Weihnachtsmarkt oder zu Hause mit dem einen oder anderen Glühwein freuen. Dann hat sie begonnen, die Vorweihnachtszeit. Doch es gibt noch etwas, was wir in dieser Zeit ebenso wenig missen möchten, wie unseren Keksteller und das ist der Adventskranz. Gerade er ist ein fester und besonders wichtiger Bestandteil der weihnachtlichen Dekorationen in so gut wie jedem Haus. Darum haben wir uns dem Thema angenommen und zeigen euch hier, wie ihr euren eigenen ganz nach euren Wünschen gestalteten Adventskranz selber machen könnt. Vorher wagen wir aber noch einen kleinen Blick auf die Geschichte des Adventskranzes.

Adventskranz binden – warum machen wir das überhaupt?

Natürlich ist auch schon ein starkes Argument, einfach die Schönheit des Adventskranzes als Grund zu nennen. Doch habt ihr euch nicht vielleicht auch schon einmal gefragt, woher diese bestimmte Weihnachtstradition überhaupt stammt und wer den ersten Adventskranz gebastelt hat?

Die Tradition des Adventskranzes reicht tatsächlich bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Im Jahr 1839 bastelte der evangelische Theologe und Erzieher Johann Hinrich Wichern den allerersten Adventskranz. Wichern hatte sechs Jahre zuvor eine Stiftung gegründet, die sich der Betreuung von Kindern widmete und eben diesen Kindern wollte er eine Freude machen, indem er ihnen die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest etwas verkürzte. Damals war der Adventskranz noch mehr eine Art Adventskalender. Der Kranz, der aus Holz gefertigt wurde, trug so viele Kerzen wie Tage es zwischen dem ersten Advent und dem 24. Dezember lagen. Die Anzahl der Kerzen konnte daher von Jahr zu Jahr variieren. Um 1860 begann man dann damit, den Adventskranz aus Tanne zu binden. Seit 1925 sind Adventskränze auch in katholischen Kirchen zu finden. Heute sind von den ehemals so vielen Kerzen nur vier übrig geblieben. Ihre Bedeutung jedoch hat sich nicht geändert. Denn nach wie vor steigert das Anzünden einer jeden neuen Kerze die Vorfreude auf das kommende Weihnachtsfest. Genau darum wollen wir nun auch endlich mit dem Basteln beginnen.

Aller Anfang ist rund: Die Basis des Kranzes

Um euren Adventskranz selber machen zu können, ist es erst einmal notwendig eine passende Basis zu formen. Diejenigen von euch, die gerne alle Bestandteile des Kranzes aus natürlichen Materialien basteln möchten, sollten hier mit besonders biegsamen Zweigen und Ranken wie beispielsweise Efeu, Wein, Weide oder Birke arbeiten. Sind die Zweige einmal in der richtigen runden Form, könnt ihr sie mithilfe von Draht zusammenbinden. Am besten fangt ihr zuerst mit den großen Zweigen an. Diese werden außen angebracht. Je mehr ihr euch der Mitte nähert, umso kleiner sollten die Zweige sein. Wer sich um die Rundungen seines Adventskranzes sorgt, kann je nach Größe einen Eimer oder einen Teller als Schablone nehmen. Die Zweige und Äste einfach drum herum auslegen und dann der Reihe nach mit Draht verbinden. Übrigens können die runden Ringe auch gekauft werden. Erhältlich sind zum Beispiel Vorlagen aus Styropor oder Stroh. Die Zweige können hier dann so befestigt werden, dass der schon fertige Ring nicht mehr zu sehen ist. Was den Draht angeht, empfehlen wir euch entweder einen grünen oder einen blau geglühten Draht, der zwar schneller rostet, dafür aber auch mit auf den Kompost kommen kann, da er verrottet.

In einem zweiten Schritt könnt ihr den Basiskranz nun mit Tanne umwickeln. Am besten eignen sich dafür Nordmanntanne oder Scheinzypresse. Sie nadeln nicht so schnell und sehen vom ersten bis zum letzten Adventssonntag immer schön frisch aus. Fichte beispielsweise trocknet dagegen schneller aus. Statt Tannenzweigen können aber auch Buchsbaumäste oder Koniferen für zusätzliche grüne Akzente benutzt werden. Sie sehen ebenso gut in Kombination mit Nordmanntanne und Scheinzypresse aus. Ein kleiner Hinweis noch, bevor wir uns dem Thema Deko zuwenden: Wenn ihr lieber mit dem bisher gebastelten Kranz aus Zweigen weiterarbeiten möchtet, könnt ihr das natürlich auch tun. Beim Adventskranz habt ihr die Chance, euch ganz nach euren Vorlieben auszutoben.

Adventskranz Ideen: Los geht’s mit dem fröhlichen Dekorieren!

Auch beim Verzieren des Adventskranzes gilt, dass ihr alles verwenden könnt, was ihr hübsch findet. Wenn ihr natürliche Materialien bevorzugt und gleichzeitig gerne ein bisschen Geld sparen möchtet, lohnt sich ganz bestimmt ein Spaziergang durch den Wald, beziehungsweise ein Blick in euren eigenen Garten. Meistens finden sich hier schon so viele verschiedene Dekoartikel, dass ihr gar nichts mehr kaufen müsst. Tannenzapfen, Bucheckern, Kastanien oder verschiedene Nussarten können ganz einfach mit Draht an eurem Kranz befestigt werden. Dazu führt ihr das eine Ende des Drahtes in die Nuss oder den Zapfen und steckt dann das andere Ende in den Adventskranz. Eine andere Möglichkeit, die Dekoartikel zu befestigen, ist die allseits bekannte Heißklebepistole.

Neben Tannenzapfen und Co. sind auch verschiedene Waldbeeren eine tolle Möglichkeit, um eurem selbst gemachten Adventskranz ein bisschen mehr Farbe zu verleihen. Doch Achtung: Viele Beeren, wie unter anderem Vogelbeeren, sind giftig. Wer kleine Kinder im Haus hat, sollte auf dieses Dekoelement eventuell verzichten oder sich für die künstliche Variante entscheiden, die völlig ungefährlich ist. Ein bisschen Vorsicht ist auch bei Hagebutten geboten, bei denen wir wohl alle schon als Kinder gelernt haben dürften, wie sich das natürliche Juckpulver anfühlt. Dennoch sind auch sie ein beliebter Farbtupfer in Adventskränzen. Wenn ihr sie verwenden möchtet, achtet aber am besten darauf, dass die Früchte nicht zu groß sind. Sie werden sonst sehr schnell matschig.

Orangenscheiben, Zimtstangen und Sternanis sehen dagegen nicht nur gut aus, sondern sorgen zur gleichen Zeit auch für diesen unverwechselbaren Duft, den wir alle mit Weihnachten verbinden. Alle drei Dekoartikel können ohne Probleme in jedem Bastelladen gekauft werden. Wenn ihr möchtet, könnt ihr aber auch zum Beispiel die Orangenscheiben selbst trocknen, wenn ihr schon euren Adventskranz selber machen möchtet. Toll sehen die einzelnen Elemente auch in kleinen Bündeln aus, die erst zusammen gebunden oder geklebt werden und dann in einem zweiten Schritt am Kranz befestigt werden können.

Auch frische Blumen und Blüten können ganz leicht Teil eures Adventskranzes werden. Möchtet ihr möglichst lange etwas von ihnen haben, sie aber auch, sollten sie vertrocknen, schnell und unkompliziert austauschen können, empfehlen wir euch mit kleinen Reagenzglasvasen zu arbeiten, die ihr mit Wasser befüllen könnt. Beliebte Blumen zu Weihnachten sind zum Beispiel die Christrose oder auch der Weihnachtsstern. Kleine einzelne Blüten halten sich, wenn sie ausreichend mit frischem Wasser versorgt und richtig angeschnitten werden, ohne Probleme mehrere Tage lang.

Ihr habt schon im Herbst eifrig Blätter gesammelt und getrocknet? Dann lasst sie jetzt zur Adventszeit in neuem Glanz erstrahlen. Sprüht sie dazu einfach mit Gold-, Silber- oder Kupferlack ein und klebt sie dann ebenfalls an eurem Adventskranz fest. Besonders originell sieht es aus, wenn die Blätter in der Größe und Form variieren. Egal ob Ahorn, Wein oder Eiche, ihr dürft euch da ganz frei ausprobieren.

Zusätzlich zu den vielen verschiedenen Naturmaterialien könnt ihr beim Adventskranz binden natürlich auch auf künstliche Verzierungen zurückgreifen. Diese haben nicht nur den Vorteil, dass sie unbegrenzt haltbar, sondern auch in den unterschiedlichsten Farben erhältlich sind. Ob es nun kleine Geschenke aus Styropor, bunte Schleifen oder kleine Christbaumkugeln sind. Lametta, Perlenbänder oder die Nachbildungen kleiner Tiere könnt ihr ebenfalls verwenden. Für alle Dekoartikel, ob nun künstlich oder nicht, gilt allerdings, dass sie nicht zu nah an den Kerzen angebracht werden sollten. Denn wenn diese herunterbrennen, könnten sonst einzelne Gegenstände Feuer fangen.

Als letztes Element werden die vier Adventskerzen angebracht. Üblicherweise werden breite und hohe Kerzen verwendet, die auch noch am 24. Dezember angezündet werden können. Dazu solltet ihr die Adventskerzen in unterschiedlichen Größen nutzen. Dabei muss die erste Kerze natürlich die größte sein. Um die Kerzen auf eurem Adventskranz zu befestigen, bieten sich Dornenhalter an.

Adventskranz selber binden

Hier die ganze Anleitung zum Download >>

Tipps für noch mehr Freude an eurem Adventskranz

Zu guter Letzt haben wir euch hier noch ein paar praktische Haltbarkeitstipps für euren Adventskranz zusammengestellt. Erst einmal ist es sinnvoll, den Adventskranz nicht zu nah an einer Heizung oder einem Kamin zu platzieren. Durch die Wärme trocknet er nämlich schneller aus. Wer möchte, kann seinen Adventskranz über Nacht auch auf den Balkon oder die Terrasse stellen, wo er von selbst mit Feuchtigkeit versorgt wird. Zusätzlich sorgt ein bisschen mit Kochsalz versetztes Wasser nicht nur für frischen Glanz auf Blättern und Tanne, sondern ist, wenn ihr es ab und zu auf den Kranz sprüht, auch ein guter Brandschutz. Wir raten euch dringend davon ab, leicht entzündliches Haarspray zu benutzen, um einzelne Teile des Adventskranzes zu fixieren.

Beachtet man diese kleinen Hinweise, eignen sich Adventskränze übrigens auch ganz hervorragend als vorweihnachtliches Geschenk. Wenn ihr euren Liebsten gerne eine Freude machen möchtet, könnt ihr sie als Adventsgrüße selbst basteln und verschicken oder auch bestellen.