Der Gartenkalender für das ganze Jahr | Blume2000.de

Mit unserem Gartenkalender erfahrt ihr, wann ihr welche Blumenzwiebeln am besten einpflanzt und auch wie. So wisst ihr, wann welche Gartenarbeit ansteht.

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Tulpen, Narzissen, Krokusse, aber auch Begonien, Dahlien und Gladiolen - die Auswahl an Zwiebel- und Knollengewächsen ist groß. Wenn ihr euch allerdings im Frühjahr, im Sommer und mit etwas Glück und gärtnerischem Geschick auch im Herbst an ihren bunten Blüten erfreuen möchtet, gilt es normalerweise schon einige Monate vorher ans Einpflanzen der Blumenzwiebeln zu denken. Je nach Blumenart und ihrer jeweiligen Blütezeit kommen unterschiedliche Monate für das Aussetzen in die Erde infrage. Damit ihr ganz leicht den Überblick behalten könnt, haben wir euch hier unseren Gartenkalender mit den unterschiedlichen Pflanzzeiten anhand einiger sehr beliebter Beispielpflanzen zusammengestellt. Wir haben Tipps fürs richtige Einpflanzen von Blumenzwiebeln und -knollen für euch gesammelt. Also zieht schnell eure Gartenhandschuhe an, damit wir frisch ans Werk gehen können.


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Blumenzwiebeln richtig einpflanzen: So klappt es garantiert

Bevor wir mit der Gartenplanung beginnen, wollen wir euch erst noch ein paar Tipps für das richtige Einpflanzen von Blumenzwiebeln mit auf den Weg geben. Im Allgemeinen könnt ihr eigentlich nichts verkehrt machen, wenn ihr die einzelnen Zwiebeln immer mindestens doppelt so tief in die Erde setzt, wie sie groß sind. Die Wurzeln sollten dabei im Idealfall natürlich nach unten ausgerichtet sein. Solltet ihr einmal nicht genau erkennen können, wo oben und wo unten ist, legt ihr die Zwiebeln einfach quer in die Erde. In der Regel richtet sich die Pflanze, wenn sie erst einmal beginnt auszutreiben, von ganz alleine in die richtige Richtung aus. Wir raten euch dazu, beim Einpflanzen der Blumenzwiebeln Handschuhe zu tragen. Nicht nur, weil die Zwiebeln einiger Pflanzen von Natur aus giftig sind – wie zum Beispiel Narzissen und Winterlinge -, sondern auch, weil man nie ganz genau wissen kann, ob die eine oder andere Zwiebel nicht mit Chemikalien in Kontakt gekommen ist.

Je nach Pflanzenart benötigen Blumenzwiebeln unterschiedliche Standorte. Hinweise dazu findet ihr in der Regel immer auf den beiliegenden Beschreibungen. Typische Frühlingsblumen wie Tulpen und Narzissen fühlen sich beispielsweise an einem sonnigen Standort in einem Beet mit lockerer Erde am wohlsten. Winterlinge bevorzugen hingegen zum Beispiel einen leicht schattigen Standort.

Sind sie erst einmal in der Erde, brauchen Blumenzwiebeln nur noch ein Mindestmaß an Pflege. Ihr könnt sie ab und an gießen, wenn die Erde nicht allein durch Regen feucht genug sein sollte. Sobald der Winter anbricht – dies gilt vorrangig für die Frühblüher, die schon im Herbst eingepflanzt werden – sind die Blumen dann auf sich allein gestellt.

Woran erkenne ich eine gute Blumenzwiebel?

Gerade wenn die Saison für Tulpen und Co. immer näher rückt, können wir uns vor all den Blumenzwiebel-Angeboten in Blumenhandlungen, Gartencentern und Supermärkten kaum noch retten. Ihr fragt euch da doch bestimmt, an welchen Merkmalen ihr die Qualität einer guten Blumenzwiebel erkennt, oder? Wir verraten euch ein paar Tricks: Achtet beim Kauf vor allem darauf, dass die jeweiligen Zwiebeln trocken sind. Außerdem sollten sie fest sein und unter eurer Berührung nicht direkt nachgeben. Bei Zwiebeln von Gartenblumen ist eine glatte Oberfläche ebenfalls ein Hinweis auf gute Qualität.

Blumenzwiebeln richtig einlagern

Viele Zwiebeln, wie die von Krokussen, Tulpen, Narzissen oder Schneeglöckchen, sind nicht nur winterhart, sondern auch mehrjährig. Sie werden ohne Probleme auch im folgenden Jahr wieder austreiben, wenn ihr sie in der Erde lasst. Andere Zwiebeln, wie die von Gladiolen oder Dahlien hingegen, haben es in den kalten Wintermonaten lieber etwas wärmer. Sobald die Pflanzen verblüht sind, könnt ihr die Triebe weitestgehend zurückschneiden und den Zwiebeln danach noch drei bis vier Wochen in der Erde gönnen. Danach grabt ihr sie aus und lasst sie zuerst einmal trocknen. Am besten klappt dies, wenn ihr die Zwiebeln großflächig auf einem Stück Zeitungspapier verteilt. Dabei könnt ihr möglicherweise faulige Zwiebeln direkt aussortieren. Es lohnt sich, die eingelagerten Zwiebeln regelmäßig zu kontrollieren, damit sich die Fäule nicht weiter ausbreiten kann.

Wer öfter einmal Mäuse in seinem Garten hat, bewahrt seine Blumenzwiebeln am besten außerhalb ihrer Reichweite auf. Die kleinen flinken Nager haben sie nämlich zum Fressen gern. Auch Schnecken haben eine Vorliebe für Blumenzwiebeln. Sie könnten eurer blumigen Gartenplanung vielleicht einen Strich durch die Rechnung machen. Nach all diesen Tipps und Tricks wollen wir uns nun aber direkt der Gartengestaltung zuwenden. Den Anfang machen die Frühjahrsblüher.

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Frühjahrsblüher: Warum die Gartenplanung fürs nächste Jahr schon im Herbst beginnt

Möchtet ihr, dass Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen schon in den ersten Monaten des Jahres ihre zarten Blüten zeigen, so solltet ihr sie am besten im Herbst in die Erde setzen. Die ideale Pflanzzeit für diese ersten Frühlingsboten liegt zwischen September und Oktober beziehungsweise November. Sollten die Temperaturen besonders mild sein, könnten die Zwiebeln sogar noch im Dezember gepflanzt werden. Wichtig ist vor allem, dass es noch keinen Frost gab. Je später ihr die Blumenzwiebeln einpflanzt, umso niedriger ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich alle im nächsten Jahr aufblühen werden. Ihr bekommt also im Endeffekt mehr für eurer Geld, wenn ihr möglichst rechtzeitig reagiert.

Auch Tulpen, Hyazinthen und Narzissen, die erst etwas später im Jahr aus der Erde sprießen, pflanzt ihr nach Möglichkeit bereits in den Herbstmonaten des Vorjahres ein. Die Zwiebeln haben dann genug Zeit, um es sich unter der Erde gemütlich machen und den kalten Wintermonaten zu trotzen.

Sommerblüher: Für bunte Farben im strahlendem Sonnenschein

Wenn Narzissen und Co. langsam ihre Köpfchen hängen lassen, ist das ein Zeichen dafür, langsam die Sommerblüher einzupflanzen. So wird euer Garten auch in den kommenden warmen Monaten in voller Blüte stehen. Gladiolen, Dahlien und Begonien wechseln sich mit ihren Vorreitern aus dem Frühling ab. Für das perfekte Timing solltet ihr euch zuerst am besten den Begonien widmen. Ihr könnt schon im Februar damit beginnen, ihre Knollen in einem Blumentopf in eurer Wohnung vortreiben zu lassen. Ab April könnt ihr die Töpfe dann tagsüber nach draußen stellen. Sucht dafür ein möglichst schattiges Plätzchen aus. Die Begonienknollen sollten aber nur an der frischen Luft übernachten, wenn es keinen Nachtfrost mehr gibt. Zu viel Kälte könnte dazu führen, dass die Knollen vorzeitig absterben. Ab Mitte Mai solltet ihr eure Begonien dann den ganzen Tag lang draußen stehen lassen können. Sie eignen sich auch hervorragend als Topfpflanzen auf dem Balkon.

Die Dahlien gehören ebenfalls zu den Sommerblühern, können aber je nach Art auch noch im Herbst Blüten tragen. Wenn ihr einen nahtlosen Übergang in eurem Gartenkalender bevorzugt, könnt ihr schon Anfang März damit beginnen, die Dahlien im Haus zu ziehen. So ist eine besonders frühe Blüte garantiert. Ebenso wie Begonien könnt ihr auch die bereits vorgezogenen Dahlien ab Mitte Mai in die Erde setzen oder in ihrem Topf nach draußen stellen. Ihr könnt die Blütezeit aber auch ein bisschen zeitversetzt arrangieren, in dem ihr einige Pflanzen bereits vorzieht und andere direkt als Zwiebel Ende April beziehungsweise Anfang Mai in eure Beete und Kübel pflanzt. Hier noch ein kleiner Pflegetipp fürs Gießen der Dahlie: Sind die Blüten einmal aufgegangen, mögen sie es gar nicht, vom Wasser getroffen zu werden. Gießt daher lieber die Erde um die Pflanze herum.

Normalerweise blühen Gladiolen zwischen Juni und September. Die Blütezeit einzelner Pflanzen ist mit ungefähr zwei Wochen allerdings ziemlich kurz. Wir empfehlen euch daher folgenden Trick: Pflanzt die Blumenzwiebeln zu unterschiedlichen Zeiten an. Beginnt mit Gladiolenarten, die schon Ende April nach dem letzten Frost ausgesetzt werden können, und arbeitet euch langsam bis Ende Mai vor. So werden in regelmäßigen Abständen ganz viele bunte Blüten zu sehen sein.

Für die herbstliche Gartengestaltung: die Spätblüher

Zu den Spätblühern, die erst im Oktober und November an die Reihe kommen, zählen zum Beispiel die Herbstzeitlosen, verschiedene Lilienarten (wie die Madonnenlilie) und Herbstkrokusse. Damit sie rechtzeitig austreiben, pflanzt ihr sie idealerweise zwischen Juli und August ein.

Bei den Herbstzeitlosen solltet ihr allerdings vorsichtig zu Werke gehen. Die zarten Blüten, die denen der Krokusse ähneln, sind zwar sehr hübsch, lenken aber leicht davon ab, dass diese Pflanze giftig ist. Familien mit kleinen Kindern ist daher von diesen Pflanzen eher abzuraten. Für Tiere ist das in den Herbstzeitlosen enthaltene Colchicin übrigens ebenfalls giftig. Wer sich für die zierlichen Pflänzchen entscheidet, sollte sie an einem sonnigen Ort einsetzen, an dem der Boden schön locker ist und ausreichend Wasser durchlässt.

Herbstkrokusse pflanzt ihr am besten in kleinen Grüppchen mit mehreren Blumenzwiebeln ein. Sie fühlen sich am Rand von Rasenflächen sehr wohl, vermehren sich aber auch von Jahr zu Jahr zwischen leichtem Gehölz sehr gut. Ausgraben müsst ihr die kleinen Knollen nach der Blütezeit nicht. Herbstkrokusse überstehen den Winter auch an der frischen Luft.

Wenn ihr die besten Pflanzzeiten noch einmal auf einen Blick sehen möchtet, findet ihr hier nun unseren Gartenkalender als Download. Wir wünschen euch viel Spaß beim Planen eurer blütenreichen Gartengestaltung! Happy gardening!

Bildnachweise:

Frau pflanzt Blumen ein (iStock/Peopleimages)
Blumenzwiebeln (iStock/wragg)
Rosa Hyazinthe (iStock/zhekos)
Herbstkrokus (iStock/AtWaG)