Exotische Traubenorchidee - unser Mitarbeiterliebling des Monats

Blumenversand, Pflanzen, Orchideen, Traubenorchidee

Die wunderschöne und exotische Traubenorchidee bringt einfach jeden Raum zum Strahlen. Nicht umsonst ist sie in diesem Monat Januar unser Mitarbeiterliebling geworden! Unsere Pflanzenexpertin Carina berichtet Dir, warum sie ein großer Fan der leuchtenden Blume ist: "Die Trauben-Orchidee gefällt mir besonders gut, weil sie so exotisch und modern zugleich ist. Die Blüten halten extrem lange und haben eine sehr intensive Färbung. Ein echtes Highlight auf meinem Schreibtisch :)."

Herkunft

Dendrobium-Orchideen bilden eine eigene, sehr große Gattung mit ungefähr 1500 bekannten Arten und gehören zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae). Ihre Heimat ist das tropische/subtropische Asien zwischen Indien und Australien, wo sie epiphytisch auf anderen Pflanzen wachsen, d.h. diese als mechanischen Träger benutzen ;). Sie bilden zahlreiche Luftwurzeln aus, mit deren Hilfe sie einerseits sich auf den Wirtspflanzen festhalten und andererseits Nährstoffe sozusagen "aus der Luft" aufnehmen. Sie besitzen je nach Art bis maximal ca. 1 m lange Stämmchen (in Kultur mit 20-30 cm normalerweise deutlich kürzer), die man Pseudobulben nennt und von ledrigen, lanzettförmigen und ca. 10 cm langen mittelgrünen Blättern umgeben sind. Die Blätter werden am Ende der Vegetationszeit abgeworfen. Die Pseudobulben entspringen einem Rhizom, wobei das Absterben einzelner Pseudobulben normal ist, solange regelmäßig neue Pseudobulben gebildet werden. Den oberen Blattachseln der zweijährigen, unbelaubten Pseudobulben entspringen während der Blütezeit die Blütenrispen mit den zahlreichen Blüten. Aufgrund der herrlichen Blüten, der langen Blütezeit und der relativ unkomplizierten Pflege ist Dendrobium nobile eine Orchidee, die auch für Menschen ohne grünen Daumen sehr zu empfehlen ist :) Im Handel wird sie deswegen mit den unterschiedlichsten Farben und Farbkombinationen angeboten. 

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Wasser

Dendrobium bevorzugt als epiphyte Pflanze eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 50%. Wenn dies nicht gegeben ist, solltest Du die Pflanze regelmäßig mit unbedingt sehr weichem Wasser (am besten Regenwasser) einsprühen. Wer weder über weiches Leitungswasser noch über Regenwasser verfügt, kann hartes Wasser mit demineralisiertem Wasser aus dem Baumarkt wie folgt "verdünnen":

Härtebereich II:

1+1

Härtebereich III:

1+2

Härtebereich IV:

1+3

Hierbei bedeutet z.B: die Angabe "1+2", dass Du 1 Teil Leitungswasser mit 2 Teilen demineralisiertem Wasser mischt. Du kannst zwar auch pures demineralisiertes Wasser verwenden, aber aus Kostengründen ist dies nur bei wenigen Pflanzen ratsam ;). Welchem Härtebereich das Leitungswasser in Deiner Stadt zuzuordnen ist, erfährst Du entweder beim Wasserwerk oder kannst sie mit Hilfe von im Handel erhältlichen Teststäbchen selbst ermitteln (hierbei bitte Härtegrad und Härtebereich nicht verwechseln!). Als Ersatz für weiches Wasser sollte nicht durch Essig der pH-Werts des Wassers gesenkt werden, da Du damit zwar den pH-Wert günstig beeinflussen kannst, nicht aber den zu hohen Salzanteil im Wasser zu vermindern in der Lage bist.

Das (Spezial-)Substrat darf keinesfalls zu feucht sein, weil Dendrobium ausschließlich Luftwurzeln ausbildet, die -wie der Name schon sagt- ein luftiges Umfeld benötigen und bei zu hoher Feuchtigkeit anfangen zu faulen. Wenn die Blätter trotz Wasserzufuhr gelb werden und abfallen sowie die Bulben vertrocknen, wird dies meistens durch viel zu nasses Substrat verursacht. Viele Orchideenliebhaber gießen ihre Orchideen überhaupt nicht, sondern besprühen sie und das Substrat täglich mit ein wenig weichem Wasser. Dabei musst Du unbedingt darauf achten, dass nur wenig Wasser auf das Substrat gelangt. Eine andere und für Anfänger geeignetere Methode ist, im Sommer ca. einmal pro Woche und im Winter entsprechend seltener per Tauchmethode zu wässern. Dazu taucht man den gesamten Topf behutsam für ein paar Sekunden in handwarmes Wasser (Vorsicht, dass Dir Dein Substrat nicht wegschwimmt ;) ), lässt dann das überschüssige Wasser ablaufen und stellt die Dendrobium wieder an ihren ursprünglichen Lieblingsplatz.

Licht

Dendrobium nobile bevorzugt einen hellen Standort, mag aber nicht so gern ganztätig pralle Sonne. Die Fensterbank eines gardinenlosen Südfensters ist daher nicht ganz der optimale Ort. Nach Gewöhnung ist unter mitteleuropäischen Bedingungen eine Kultur bei vollem Sonnenschein jedoch durchaus möglich.

Temperatur 

Während der Vegetationsperiode sollte die Temperatur tagsüber für unsere Schönheiten am liebsten ab 20 °C aufwärts betragen und nachts 10 °C nicht unterschreiten. Die Überwinterung hingegen muss unbedingt kühl erfolgen, wobei überraschenderweise knapp über der Frostgrenze absolut ausreicht. Da die Orchidee am Ende der Vegetationsperiode ohnehin die Blätter abwirft und zudem bei niedrigen Temperaturen auch bei vorhandenen Blättern keine Vergeilung stattfinden kann, darf dieser Ort auch stockduster sein. Die Wassergaben (nur auf das Substrat sprühen, aber nicht gießen) müssen hierbei wegen Fäulnisgefahr unbedingt auf nahezu Null reduziert werden. Bei warmer Überwinterung werden oft in der kommenden Vegetationsperiode keine Blüten gebildet.

Die Blütezeit kannst Du übrigens künstlich verlängern, indem Du die Pflanzen kühler stellst, sobald sich die ersten Blüten öffnen. Hierbei sollte es aber nicht kälter als ca. 15 °C werden.

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Düngung

Düngen- Während der Wachstumsphase einmal pro Woche oder weniger mit einem guten Blattdünger, der gemäß Herstelleranweisung angesetzt wird. Hier solltest Du ausnahmsweise spezielle, auf Orchideen zugeschnittene Produkte bevorzugen. Idealerweise wird auch die Düngerlösung nicht gegossen sondern mit einem Wasserzerstäuber auf Blätter, Luftwurzeln und Substrat gesprüht. Im Winter solltest Du seltener (ca. 1x pro Monat) bei warmer Überwinterung bzw. gar nicht bei kalter Überwinterung düngen. Alternativ kannst Du im Sommer ungefähr einmal im Monat gewöhnlichen Blühpflanzendünger in halber Konzentration durch Gießen verabreichen und im Winter gänzlich auf Düngung verzichten.

Vermehrung

Im kommerziellen Umfeld geschieht die Vermehrung vorzugsweise auf biochemischem Weg, da auf natürlichem Weg (z.B. Teilung oder Ableger) zu wenige Pflanzen entstehen, um die aktuelle Nachfrage zu befriedigen. Im privaten Umfeld kannst Du aber durchaus Dendrobien durch Ableger vermehren oder bei ausreichender Bulbenzahl auch teilen. Bevor ältere Bulben eintrocknen, bilden sich an ihnen manchmal Ableger (auch Kindl genannt). Lasse diese solange an der Mutterpflanze wachsen, wie es geht, damit sie möglichst groß werden und damit gute Überlebenschancen haben. Versuche nicht, den Ableger von der Mutterpflanze zu lösen. Hilfreich ist, die Ableger möglichst jeden Tag mit Wasser bzw. ab und zu mit Orchideendünger einzusprühen. Wenn der Bulb gelb wird und eintrocknet, was normalerweise ungefähr ein Jahr dauert, schneide diesen knapp unterhalb des Ablegers durch, ohne die Wurzeln des Ablegers zu beschädigen. Den Ableger samt dem Stück seiner Mutterpflanze kannst Du dann in Orchideensubstrat einpflanzen. Größere Stücke des Substrats sollten vorher in Anbetracht der winzigen Wurzeln allerdings etwas zerkleinert werden. Eine erhöhte Luftfeuchte verbessert das Anwachsen. Gute Dienste leistet hier ein kleines Zimmergewächshaus für wenige Euro. Alternativ kannst Du den eingetopften Ableger für einige Wochen in eine ausreichend große, durchsichtige Plastiktüte stellen, die oben luftdicht verschlossen wird, um ein Zusammenfallen der Tüte zu vermeiden. Um Schimmel zu vermeiden, ist es in beiden Fällen absolut notwendig, täglich zu lüften - am besten mehrmals.

Wie alle epiphytischen Orchideenarten benötigt auch Dendrobium ein ganz spezielles Substrat und darf keinesfalls in normaler Blumenerde ausgepflanzt werden. Sollten Sie umtopfen müssen, wende Dich daher am besten an einen Fachbetrieb, da fertige, abgepackte "Orchideenerde" in den seltensten Fällen etwas taugt. Du kannst aber auch sehr leicht  Orchideensubstrat selbst herstellen. Im Gegensatz zu z.B. Phalaenopsis werden am gleichen Blütenstengel in der Folgezeit keine Blüten gebildet. Man sollte ihn daher unten abschneiden, sobald er eingetrocknet ist.

Wir hoffen Du bist genauso überzeugt von der exotischen Traubenorchidee wie unsere Mitarbeiterin Carina :) Wir wünschen Dir langanhaltende Blütenpracht und viel Freude mit der hübschen Orchidee!