Frühlingsblumen – wenn der Garten erwacht | Blume2000.de

Hier lest ihr alles über die schönsten Frühlingsblumen: Wann ihr sie am besten pflanzt, welche Pflege sie brauchen und noch vieles mehr.

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Wenn die Sonne sich durch die Wolken kämpft, Schnee und Eis der Vergangenheit angehören und unsere Hände schon beginnen, voller Tatendrang zu kribbeln, dann ist es Zeit, dass der Frühling beginnt und wir endlich wieder raus in den Garten können. Um die Vorfreude schon jetzt noch ein bisschen mehr anzukurbeln, haben wir euch hier alles zusammengestellt, was ihr über die beliebtesten und schönsten Frühlingsblumen wissen müsst. Hier bekommt ihr einen genauen Überblick, welche Blumen im Frühjahr als erstes ihre Köpfchen aus der Erde strecken, was für besondere Pflegehinweise bei den unterschiedlichen Pflanzen zu beachten sind und welche Frühlingsblume wann eingepflanzt werden muss. Zum Abschluss haben wir natürlich auch noch einen schönen Dekotipp für all diejenigen von euch, die schon den Frühling auf ihrer Fensterbank einläuten wollen.


Krokusse: Start der bunten Blumen-Saison im Februar

Nach den Schneeglöckchen, die bereits noch im tiefsten Winter den Garten mit ihren weißen Blüten schmücken, sprießen im Februar und März schon die Krokusse in den Beeten. Sie zählen zusammen mit den Winterlingen zu den absoluten Frühjahrsblumen. Krokusse gibt es in ganz unterschiedlichen Farben. Sie erblühen in der Regel in Violett bis Blau, Gelb oder Weiß. Ein besonderes Naturschauspiel könnt ihr im März und April im Schlosspark in der norddeutschen Stadt Husum bewundern. Im Frühjahr erblühen hier Millionen der kleinen Blumen zur gleichen Zeit.

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Die beste Pflanzzeit:

Idealerweise setzt ihr die Knollen der Pflanze im September oder spätestens im Oktober in die Erde. Beginnen die Zwiebeln einmal auszutreiben, werden sich zuerst kleine grüne Blätter mit weißen Streifen zeigen. Aus diesen entwickeln sich mit der Zeit die bunten Blütenblätter. Ein feuchter Boden und viel Sonneneinstrahlung fördern das Wachstum der Frühlingsblumen am besten.

Pflege-Tipps:

Im Frühjahr und auch im Sommer mögen es Krokusse schön feucht. Im Herbst solltet ihr mit dem Gießen etwas sparsamer sein. Um Staunässe zu vermeiden, könnt ihr den Boden auch mit ein wenig Sand vermengen. Nach der Blütezeit solltet ihr die Frühlingsblumen noch im Beet stehen lassen. Blätter solltet ihr nur entfernen, wenn sie vollständig welk sind. Den Winter über könnt ihr die Knollen der Krokusse einfach im Boden lassen. Sie werden sich von selbst vermehren. Wer sich allerdings im nächsten Jahr einen anderen Standort wünscht, nimmt die Knollen dann aus der Erde, wenn sich die Blätter ganz in die kleinen Zwiebeln zurückgezogen haben. Dann könnt ihr sie ausgraben und bis zum Herbst sauber und trocken einlagern, bevor ihr sie wieder einpflanzt.

Primeln: facettenreich und winterhart

Schon wenn es draußen noch kalt ist, werden Primeln bereits überall wieder zum Verkauf angeboten. Lasst euch von den niedrigen Temperaturen bloß nicht abschrecken, Primeln halten tatsächlich einiges aus und können – einmal vorgezogen – auch schon im Winter in die Erde gesetzt werden. Was die Farben angeht, habt ihr bei dieser Frühlingsblume die Qual der Wahl. Primeln gibt es wirklich in den verschiedensten Tönen, von Weiß bis Gelb, über Blau und Violett, bis hin zu Rot und Pink. Einige Blüten sind sogar mehrfarbig. Hier könnt ihr euch nach Herzenslust austoben und euren Garten oder den Balkon bunt verzieren.

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Die beste Pflanzzeit:

Niedrige Temperaturen sind für Primeln kein Problem. Sie können also problemlos im Winter in die Erde kommen. Allerdings sollte der Boden nicht gefroren sein. Sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, könnt ihr die kleinen Blüten mithilfe von ein wenig Zeitungspapier schützen.

Pflege-Tipps:

Egal, ob im Topf oder im Beet, die Erde um die Primeln sollte immer möglichst feucht gehalten werden. Nach etwa einem Monat in der Erde könnt ihr die Pflanzen zusätzlich ein wenig düngen. Den Sommer über brauchen Primeln in der Regel keine zusätzliche Pflege. Ein weiterer Tipp für mehr und kräftigere Blüten: welke Blüten immer sofort entfernen. So investiert die Pflanze ihre Energie nicht in sie, sondern in das Austreiben neuer Knospen. Übrigens sind nicht alle Primelarten winterhart. Informiert euch am besten vorher, wenn ihr auch im nächsten Jahr bunte Blüten in eurem Beet haben möchtet.

Hyazinthen: schöne Düfte von März bis Mai

Schon im März, wenn der Frühling langsam auf dem Vormarsch ist, recken die wunderschönen Hyazinthen in blau, rosa, violett oder weiß ihre Köpfchen aus der Erde. Beginnt die Zwiebel einmal zu keimen, dauert es nicht mehr lang und euer Garten ist erfüllt von einem ganz einzigartig schönen Duft. Dieser ist definitiv ein Grund dafür, dass diese Frühlingsblumen so beliebt bei Pflanzenfreunden sind.

Die beste Pflanzzeit:

Ähnlich wie andere Zwiebelpflanzen, zum BeispielTulpen, pflanzt ihr Hyazinthen am besten im Oktober, wenn der Herbst sich langsam seinem Ende nähert. Die Zwiebeln sollten etwa fünf bis zehn Zentimeter tief in die Erde eingesetzt werden. Die Wurzeln zeigen natürlich nach unten. Wer bis jetzt noch nichts mit den Frühlingsblumen zu tun hatte: Hyazinthenzwiebeln sind im Vergleich zu anderen Zwiebeln ziemlich groß. Darum sollten einzelne Pflanzen auch möglichst mindestens 15 Zentimeter weit auseinander in die Erde gesetzt werden. Besonders gut wachsen Hyazinthen an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Um die Pflanzen natürlich zu düngen, könnt ihr den Boden vor dem Einpflanzen mit ein wenig Kompost anreichern.

Pflege-Tipps:

Hyazinthen zählen zu den mehrjährigen Pflanzen und werden euch, wenn ihr sie richtig pflegt, an die zehn Jahre lang mit ihren bunten Blüten erfreuen und für Frühlingsgefühle sorgen. Staunässe beispielsweise kann für die Pflanze ein großes Problem sein, da sie die Bildung von Schimmel begünstigt. Der Boden um die Frühlingsblumen sollte zwar immer ausreichend feucht sein. Aber insbesondere wenn ihr sie in Blumentöpfe pflanzt, solltet ihr darauf achten, dass sich nie zu viel Flüssigkeit ansammelt. Ist die Hyazinthe einmal verblüht und sind die Blätter verwelkt, schneidet ihr diese einfach ab. Wer möchte kann die Zwiebeln im Winter in der Erde lassen und einfach warten, bis die Blumen im Frühling wieder austreiben. Oder aber ihr lagert sie in einem trockenen, dunklen Raum ein. Vorher solltet ihr sie dann einmal aber richtig säubern. Noch ein zusätzlicher Tipp: Hyazinthen sind giftig. Sie sollten daher außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern gepflanzt werden.

Osterglocken: gelbes Glück zum Osterfest

Ihr Name sagt es ja schon: Osterglocken blühen normalerweise in den Wochen vor und nach dem Osterfest im Garten auf. Aber habt ihr euch nicht auch schon einmal gefragt, was der Unterschied zwischen Narzissen und Osterglocken ist? Ganz einfach: Narzissen gehören zur Gattung der Amaryllisgewächse. Osterglocken sind wiederum eine gelb blühende Unterart der Narzissen. So sind zwar alle Osterglocken Narzissen, aber nicht alle Narzissen Osterglocken.

Die beste Pflanzzeit:

Osterglocken und andere Narzissenarten solltet ihr am besten im September einpflanzen. Setzt die Zwiebeln der Frühjahrsblume etwa zehn Zentimeter tief in die Erde, oder haltet euch einfach an die Regel, dass die Pflanzen zwei- bis dreimal so tief eingepflanzt werden sollten, wie die Zwiebel groß ist.

Pflege-Tipps:

Besonders wichtig: viel Sonne. Das mögen diese Frühlingsblumen im Allgemeinen sehr gern. Der Boden sollte möglichst wasserdurchlässig sein. Wie auch andere Zwiebelpflanzen vertragen Osterglocken keine Staunässe. Sind die Pflanzen verblüht, könnt ihr sie mit Dünger versorgen. So haben die Zwiebeln die Möglichkeit, wichtige Nährstoffe für den Winter einzuspeichern. Ein Tipp: Osterglocken und Tulpen sollten nicht am gleichen Fleck eingepflanzt werden. Sie bevorzugen unterschiedliche Standorte und vertragen sich nicht besonders. Das gilt auch für Schnittblumen in der Vase.

Ihr möchtet die hübschen Frühblüher nicht nur in eurem Garten, sondern auch auf eurer Fensterbank bewundern? Dann haben wir hier noch eine super Dekoidee für euch – natürlich mit Anleitung zum Downloaden. Wenn ihr nicht so lange auf eure Frühlingsblumenpracht warten könnt, gibt es natürlich ab jetzt auch alle Blumen im Handel zu kaufen. Lasst den Frühling kommen!

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Bildnachweise:
Rosa Hyazinthe (iStock/KatarinaGondova)
Gelbe Krokusse (iStock/Manuela Krause)
Primeln im Morgentau (iStock/Nadanka)