Schnittblumen haltbar machen | Blume2000.de


Wir zeigen euch nicht nur, wie ihr Schnittblumen haltbar machen, sondern auch wie ihr Blumen trocknen könnt, damit ihr lange eure Freude an ihnen habt.

Junge Frau schneidet Blumen an

Hübsche Schnittblumen in einer Vase können so viel mehr, als nur schön aussehen. Sie erfüllen einen Raum mit Leben und sorgen für eine frische und angenehme Atmosphäre. Ärgerlich ist es allerdings, wenn die schönen Blumen schon nach wenigen Tagen ihre Köpfe hängen lassen und kurzer Hand gegen neue ausgetauscht werden müssen. Damit ihr euch länger an der Blütenpracht erfreuen könnt, haben wir euch hier verschiedene Pflegetipps zusammengestellt, mit denen ihr Schnittblumen frisch halten könnt. Außerdem zeigen wir euch Schritt für Schritt, wie ihr Blumen trocknen solltet, damit euch zum Beispiel besondere Arrangements wie ein Brautstrauß lange erhalten bleiben.

Schnittblumen frisch halten: 7 einfache Tipps

Tipp 1: Blumen immer frisch anschneiden. Auch wenn wir wissen, dass es manchmal lästig sein kann, zu Hause noch einmal selbst zum Messer zu greifen, ist es wichtig, Schnittblumen direkt nach dem Kauf und auch in den folgenden Tagen immer frisch anzuschneiden. So können die Stiele das Wasser in der Vase hinterher besser aufnehmen. Ein Hinweis: Je nach Blumenart müsst ihr sie entweder schräg oder gerade anschneiden. Welche Schnittblumenart es wie am liebsten mag, erfahrt ihr hier http://www.blume2000.de/blumestories/story/schnittblumen-richtig-anschneiden-blume2000-de_978934/.

Tipp 2: Blätter gehören nicht ins Wasser. Bevor ihr eure Blumen in die Vase stellt, solltet ihr alle Blätter sorgfältig abtrennen, die ins Wasser hineinreichen würden. So verhindert ihr, dass das Wasser zu schnell verunreinigt wird.

Tipp 3: Die richtige Wassertemperatur wählen. Für Blumenwasser gilt, dass es weder zu kalt noch zu heiß sein darf. Ideal ist eine Temperatur zwischen etwa 25 und 35 Grad.

Tipp 4: Wechselt regelmäßig das Wasser – am besten alle zwei bis drei Tage. Bakterien haben dann keine Chance, sich zu stark zu vermehren und die Blumen werden immer wieder mit frischem Wasser versorgt.

Tipp 5:
Frischhaltepulver verwenden. In den meisten Fällen liegt Schnittblumen oder Blumensträußen ein kleines Päckchen mit Frischhaltepulver bei. Es lohnt sich, wenn ihr es benutzt. Das Blumenwasser wird so mit zusätzlichen Nährstoffen versorgt. Außerdem sind in dem Pulver Stoffe enthalten, die verhindern, dass sich Bakterien bilden. Alternativ könnt ihr etwas Zitronensaft in die Vase geben oder aber eine kleine Kupfermünze auf den Vasenboden legen. Aufgepasst bei der Verwendung von Zucker: Eine kleine Menge im Wasser kann Schnittblumen frisch halten. Gebt ihr zu viel Zucker in die Vase, schafft ihr wiederum den perfekten Lebensraum für Bakterien.

Tipp 6:
Obst und Blumen trennen. Wenn ihr gerne eure Küche mit einem frischen Blumenstrauß schmücken möchtet, empfehlen wir euch die Vase nicht zu nah an eure Obstschale zu stellen. Bestimmte Obstsorten, wie beispielsweise Äpfel, enthalten nämlich das Reifegas Ethylen, das sich auch auf Schnittblumen auswirken kann. Diese verwelken dann schneller.

Tipp 7:
Schnittblumen mögen die Sonne nicht. Stellt eure Vase am besten nicht direkt in die Sonne. Unmittelbare Lichteinstrahlung vertragen Blumen in der Regel nicht so gut. Gleiches gilt übrigens auch für Zugluft.

Blumen trocknen: So erhalten wir die blühenden Erinnerungen

Nachdem ihr jetzt erfahren habt, wie ihr eure Schnittblumen in der Vase frisch halten könnt, möchten wir euch nun zeigen, wie ihr Blumensträuße und einzelne Blumen trocknen und jahrelang erhalten könnt. So lassen sich zum Beispiel Arrangements wie euren Brautstrauß, die euch besonders am Herzen liegen, als Erinnerungsstück an euren Hochzeitstag aufbewahren.

Brautstrauß trocknen und Erinnerungen erhalten: Step-by-Step-Anleitung

brautstrauss
getrocknete Rosen

Insbesondere den Brautstrauß möchte fast jede Braut noch über die Hochzeit hinaus erhalten. Erinnert er sie doch an diesen ganz besonderen Tag im Leben im Kreise ihrer Familie und Freunde. Am besten könnt ihr euren Brautstrauß erhalten, wenn ihr ihn trocknet. Wenn ihr schon vor der Hochzeit wisst, dass ihr euren Brautstrauß trocknen und aufbewahren möchtet, ist es wichtig, dass ihr darauf achtet, die passenden Blumen auszuwählen. Nicht alle Blüten und Blumen bieten sich nämlich zum Trocknen an. Kein Problem ist es zum Beispiel bei Rosen, Hortensien, Sonnenblumen, Schleierkraut oder Rittersporn. Während der Feier ist es außerdem clever, dafür zu sorgen, dass der Brautstrauß nicht schon zu früh austrocknet oder zu verwelken beginnt. Wenn ihr ihn nicht in der Hand haltet, platziert ihr die Blumen am besten an einem kühlen Ort oder aber stellt sie in eine Vase mit Wasser.

Wir empfehlen euch, wenn ihr euren Brautstrauß trocknen und dabei seine schönen Farben möglichst erhalten möchtet, so schnell wie möglich nach der Hochzeit damit zu beginnen. Einzelne Blüten oder Blumen, die verwelkt sind oder sich nicht trocknen lassen, sollten zunächst einmal entfernt werden. Dann bindet ihr um die abgetrockneten Stiele etwas dickeren Faden oder Garn und hängt die Blumen kopfüber an einem trockenen und dunkeln Ort auf. Hier bleibt der Brautstrauß für etwa zwei Monate. Zusätzlichen Glanz verleiht ihr den Blumen, wenn ihr sie sowohl vor dem Trocknen wie auch danach einmal kräftig mit Haarspray einsprüht.

Einzelne Blumen und Blüten trocknen oder pressen

lavendel

Auf ähnliche Weise lassen sich auch einzelne Blumen konservieren. Wenn ihr nur eine Rose trocknen möchtet, könnt ihr wie mit dem Brautstrauß verfahren. Hortensienblüten trocknen könnt ihr auf diese Weise auch. Alternativ habt ihr natürlich ebenso die Möglichkeit, nicht etwa einen ganzen Strauß oder eine Blume zu trocknen, sondern einfach nur die Blüten auszusuchen. Ihr könnt die Blüten trocknen oder zusätzlich auch pressen. Dazu legt ihr sie zwischen zwei Lagen einfaches Löschpapier und legt diese wiederum zwischen mehrere dicke Bücher. Durch das Pressen wird den Blüten nach und nach die Feuchtigkeit entzogen. Ein kleiner Hinweis: Wechselt das Löschpapier regelmäßig aus, ansonsten nimmt es die Flüssigkeit irgendwann nicht mehr richtig auf.

Der besondere Genuss: Kandierte Blüten

Eine letzte Möglichkeit, um Blumen weiter zu verwenden, ist das Kandieren der Blüten. Dies gilt allerdings nur für ungiftige Blumen wie Lavendel, Sonnenblumen, Veilchen oder Strauchrosen, die außerdem nicht gespritzt sein dürfen. Um Blüten kandieren zu können, braucht ihr nichts weiter als Zucker und Wasser. Mischt etwa 100 Gramm Zucker und 80 Milliliter Wasser miteinander in einem Topf und bringt das Gemisch zum Kochen. Dann alles abkühlen lassen. Die Blüten in der Zwischenzeit reinigen und auf einem Tuch zum Trocknen auslegen. Die getrockneten Blüten in den Sirup eintauchen und dann auf einem Blech wiederum trocknen lassen. Nach etwa fünf Tagen sollten die kandierten Blüten vollständig ausgehärtet und fertig für den Verzehr sein.

veilchen-kandiert

Bildnachweise:
71389339 – Junge Frau schneidet Blumen an (iStock/knape)
68707987 – Brautstrauß (iStock/Linda Kloosterhof)
32081010 – Getrocknete Rosen (iStock/Barbara Freiberga)
72925951 – Getrocknete Lavendel-Sträuße (iStock/Karniewska)
55777828 – Kandierte Lavendelblüten (iStock/Stefano Venturi)