Weihnachtsstern-Pflege: Tipps und Tricks | Blume2000.de

Weihnachtssterne gehören einfach zur Weihnachtszeit dazu, sind aber etwas anspruchsvoll. Hier erfahrt ihr darum alles Wichtige über ihre Pflege.

So klappt es mit der Weihnachtsstern-Pflege

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Jedes Jahr wieder sehen wir sie in Reih und Glied in den Geschäften stehen und können es gar nicht abwarten, auch unsere eigene Wohnung wieder mit ihnen zu dekorieren. Der Weihnachtsstern, auch Adventsstern genannt, ist ein fester Bestandteil unserer festlichen Dekorationen. Doch ist es nicht ein bisschen schade, dass wir uns meist nur einige wenige Wochen im Jahr an seinen tollen Blüten erfreuen können? Dabei ist die Pflanze eigentlich mehrjährig und müsste gar nicht nur im Winter unser Fensterbrett zieren. Dennoch überdauern die wenigsten Gewächse das Weihnachtsfest. Unsere Pflegetipps können bei diesem Problem behilflich sein. Wir zeigen euch, mit welchen Tricks ihr den Ansprüchen des Weihnachtssterns ganz leicht gerecht werden könnt.

Tipp 1: Die richtige Pflege beginnt schon beim Kauf

Weihnachtssterne mögen Kälte überhaupt nicht gerne. Diese Pflanzen leiden regelrecht unter zu niedrigen Temperaturen. Darum raten wir euch dazu, darauf zu achten, dass euer Adventsstern möglichst nicht draußen im Kalten stehen musste, bevor er zu euch in die eigenen vier Wände darf. Ein zusätzlicher Tipp an dieser Stelle: Ihr werdet länger etwas von eurem Weihnachtsstern haben, wenn die kleinen Blüten inmitten der Hochblätter noch geschlossen sind. Damit sind die roten oder auch weißen Blätter gemeint, die häufig fälschlicherweise für die Blüten der Pflanze gehalten werden. Steht der Weihnachtsstern vor dem Kauf noch nicht in voller Blüte, dürft ihr bei richtiger Pflege darauf hoffen, dass dies erst passiert, wenn der Adventsstern in eurer Wohnung steht. Sich einrollende Blätter oder kleine gelbe Flecken können übrigens ein Hinweis darauf sein, dass die Pflanze bis zu diesem Zeitpunkt nicht besonders gut gepflegt wurde. Die Gefahr, dass der Weihnachtsstern dann schon nach wenigen Tagen bei euch zu Hause alle Blätter abwirft, ist ziemlich groß.

Tipp 2: An welchem Ort fühlt sich der Weihnachtsstern am wohlsten?

Wer schon weiß, dass der Adventsstern ursprünglich aus Mexiko stammt, den wird es nicht wundern, dass die Pflanze helle Standorte bevorzugt. Ein Plätzchen in der Nähe des Fensters ist also genau das Richtige. Vorausgesetzt, dass die Pflanze hier nicht unmittelbar den Strahlen der Sonne ausgesetzt ist. Das mag sie nämlich ebenso wenig wie Kälte oder auch Zugluft. Ideal ist eine Raumtemperatur zwischen 15 und 22 Grad. Der Weihnachtsstern mag es also lieber etwas kuscheliger.

Tipp 3: Weihnachtsstern gießen – aber bitte nicht zu kalt

Bevor ihr euch eurem Weihnachtsstern mit der Gießkanne nähert, ist es eine gute Idee, zu überprüfen, ob die Erde im Topf auch wirklich beinahe vollkommen trocken ist. In diesem Fall könnt ihr euren Weihnachtsstern gießen und das ganz beruhigt. Es gilt nur, Staunässe zu vermeiden. Denn die wiederum kann zur Folge haben, dass die Pflanze all ihre schönen Blätter abwirft. Das Wasser hat idealerweise Raumtemperatur. Auf Kälte, beziehungsweise kaltes Wasser, reagiert das bei uns so typische Weihnachtsgewächs wie schon erklärt etwas empfindlich. Um den Adventsstern beim Wachsen zu unterstützen, kann er einmal die Woche zusätzlich gedüngt werden.

Tipp 4: So erblüht euer Weihnachtsstern auch im nächsten Jahr

Wie wir schon zu Anfang erwähnten, zählt der Adventsstern üblicherweise zu den mehrjährigen Pflanzen. Dennoch überdauert er bei den wenigsten eine Weihnachtssaison. Das erklärt auch die unglaublich hohen Verkaufszahlen für Weihnachtssterne. An die 35 Millionen Adventssterne sollen jährlich in Deutschland über den Ladentisch gehen. In ganz Europa sollen es sogar 100 Millionen Pflanzen sein. Gerne werden die
Blumen zu Weihnachten
oder auch in der Vorweihnachtszeit verschenkt.

Damit euer Weihnachtsstern in diesem Jahr auch noch über die Festtage hinaus in voller Blüte steht und eventuell sogar noch die nächste Saison eure Wohnung schmückt, ist es sinnvoll, die Pflanze zunächst einmal umzutopfen. Die faserige, mit Torf versetzte Erde, in der Adventssterne üblicherweise zum Verkauf angeboten werden, neigt dazu, mit der Zeit immer weniger Wasser aufzunehmen. Setzt euren Weihnachtsstern also am besten in einen Blumentopf mit frischer Erde ein. Für all diejenigen, die beabsichtigen, ihren Weihnachtsstern über mehrere Jahre hinweg zu pflegen: Es reicht, wenn die Pflanze einmal im Jahr umgetopft wird.

In den Wintermonaten könnt ihr den Weihnachtsstern mit Wasser gießen und ihn sonst größtenteils in Ruhe lassen. Erst im März, wenn der Frühling sich langsam ankündigt, wird es Zeit, die Blüten und die bunt gefärbten Hochblätter zurück zu stutzen. Ein kräftiger Adventsstern verträgt es, wenn ihr ihn um etwa ein Drittel zurückschneidet. Die Pflanze sollte in den folgenden Monaten weiterhin an einem hellen Standort stehen. In den warmen Sommermonaten können diejenigen von euch, die einen Balkon oder Garten haben, ihren Adventsstern ohne Probleme nach draußen stehen. Idealerweise sucht ihr ein Plätzchen im Halbschatten, das windgeschützt ist.

Um das Blühen des Weihnachtssterns im frühen Herbst zu beschleunigen, könnt ihr euch eines einfachen Tricks behelfen. Dazu muss die Pflanze für mehr als zwölf Stunden am Tag an einem Ort stehen, der dunkel ist. Weihnachtssterne zeigen ihre Blüten üblicherweise nämlich erst an den kurzen Tagen des Jahres, wenn sich die Sonne weniger als die Hälfte des Tages zeigt. Doch nicht nur das Licht der Sonne, sondern auch künstliches Licht kann verhindern, dass die Pflanzen Blüten austreiben. Stellt euren Adventsstern darum beispielsweise von abends bis morgens in einen lichtundurchlässigen Schrank oder behelft euch mit einer Kiste. Wenn die Pflanze rechtzeitig zur Weihnachtszeit erblühen soll, beginnt ihr mit unseren Tricks am besten Anfang Oktober. Und nun wünschen wir euch viel Erfolg mit unseren Tipps zur Weihnachtsstern-Pflege!

Bildnachweis:
Frau mit Weihnachtsstern vor Haus (svetikd/iStock)
Weißer Weihachtsstern (vidka/iStock)