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Thlaspi (Hellerkräuter)

Thlaspi ist eine kleine und relativ neue Gattung in der Familie der Kreuzblütengewächse. Die Gattung war einst breiter gefasst und beinhaltete ebenfalls die Gattungen Noccacea und Microthlaspi. Heute gehören zur Gattung Thlaspi nur noch sechs Arten, von denen zwei in Mitteleuropa vorkommen. Die restlichen Arten sind in Europa, Westasien bis Sibirien und Japan sowie in Ostafrika heimisch. Je nach Art werden Thlaspi nur wenige Zentimeter oder bis zu 40 cm hoch. Auch die Blütezeit schwankt: Manche Arten blühen über viele Monate, andere nur von April bis Juni. Die Blütenfarbe kann Weiß, Rosa oder Blasslila sein.

Thlaspi pflanzen und ernten

Thlaspi brauchen keine besondere Aufmerksamkeit im Garten und wachsen leicht wild, wobei sie sich zuverlässig selbst vermehren. Sie bevorzugen einen sonnigen Standort auf humus- oder lehmhaltigem Boden. Auf nährstoffreichen Böden gedeihen sie am besten, sie wachsen aber auch wild üppig auf trockenen Wiesen, an Wegrändern, auf Rasenflächen und an Feldrändern. Die Blätter werden am besten früh im Jahr oder im Herbst geerntet.

Thlaspi kommt sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde zum Einsatz: In der Küche dient es als würziges Kraut mit häufig bitterem Geschmack, der an Lauch oder Knoblauch erinnern kann. Es passt beispielsweise zu Suppen, Salaten oder Quark. Als Heilpflanze soll das mit deutschem Namen „Täschelkraut“ oder „Hellerkraut“ genannte Thlaspi entzündungshemmend, schleimlösend und harntreibend wirken. So wird es in der Kräutermedizin zum Beispiel gegen Rheuma oder Gicht eingesetzt oder für Tees und Sitzbäder genutzt.

Bedeutung und Besonderheiten

Der Name „Thlaspi“ kommt von dem altgriechischen Wort „thalo“, das „zusammenpressen“ bedeutet. Zusammengepresst sind die Schötchen der Pflanze, in denen die Samen sitzen. Fällt ein Regentropfen auf das Schötchen, so entsteht durch das Gewicht eine Spannung darin, die die Frucht löst. Wenn nun das Schötchen wieder nach oben schnellt, werden die Samen herausgeschleudert – bis zu 80 cm weit! Die Schötchen werden aber auch durch den Wind bewegt und verteilen so ihre Frucht. In der Blumensprache kommt dem Thlaspi keine besondere Bedeutung zu. Die oft herzförmigen Schötchen machen es aber zu einer lebendig-grünen und liebevollen Dekoration für Blumensträuße.


Steckbrief

Herkunft: Eurasien, Ostafrika
Familie: Kreuzblütengewächse
Farbe: Weiß, helles Rosa, helles Lila
Blütezeit: April bis Juni
Standort: Sonnig