Vergissmeinnicht (Myosotis)

Das Vergissmeinnicht (Myosotis), das zur Familie der Raublattgewächse gehört, existiert bereits seit dem ersten Jahrhundert. Es ist ein Symbol für Treue bzw. Erinnerung und damit auch ein Zeichen für die ewige Liebe. In Deutschland zählt es mit zu den bekanntesten blau blühenden Pflanzen. Die himmelblauen Blüten des Vergissmeinnicht blühen im Frühling besonders schön.

Blütezeit des Vergissmeinnicht

Von April bis Juni begeistern ihre Blüten in traumhaftem Blau, über Weiß bis hin zu einem zarten Rosa – so bringen sie unsere Gärten zum Leuchten! Den kalten Winter über behalten die Frühblüher ihr grünes, leicht samtiges Laub. Zudem sind sie als winterharte Zweijährige kultiviert. Einige Sorten eignen sich zusätzlich als Schnittblumen und sind in unserem wundervollen Frühlingssträußen wiederzufinden.

Die Blütenpolster der Vergissmeinnicht werden an den verlängerten Stielen in großer Anzahl gebildet. Jede einzelne zarte Blüte besteht aus 5 tellerförmigen Blütenblättern, welche ca. 5 Millimeter groß werden. Dabei sind die Vergissmeinnicht sehr ausdauernd und anspruchslos. Sie wachsen buschig bis zu einer Größe von ca. 30 Zentimetern.

Woher hat das Vergissmeinnicht seinen Namen

Die zauberhafte Pflanze ist bereits seit der Antike bekannt, damals aufgrund ihrer Blütenform noch unter dem Namen Mäuseohr. Der Legende nach hat die zierliche Pflanze den lieben Gott darum gebeten sie nicht zu vergessen und das Vergissmeinnicht bei der Erschaffung der Welt zu berücksichtigen, wobei es sich seinen eigenen Namen nicht merken konnte. Daraufhin gab der Schöpfer ihr den passenden Namen „Vergissmeinnicht“. Diese Legende ist weltweit verbreitet, sodass beispielsweise in England der Name „forget me not“ lautet. Selbst in China ist der Name entsprechend „wu wang cao“. Das Vergissmeinnicht gilt außerdem als Blume der Treue und des Abschieds in der Liebe.

Vergissmeinnicht - Vorkommen der Frühlingsblume

Das Vergissmeinnicht gehört in den deutschen Gärten zu einem der beliebtesten Frühblüher und kommt besonders imposant in großen Gruppen zur Geltung – es sieht dann aus wie ein blauer Blütenteppich. Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) liebt sonnige Standorte mit frischer Erde und lockerem, humosen Boden. So kann die Pflanze sich selbst weiter aussähen und neue Flächen überziehen. Grundsätzlich sollte die Pflanze immer ausreichend feucht gehalten werden. Staunässe sollte jedoch in jedem Fall vermieden werden, da sonst ihre feinen Wurzeln verfaulen können. Wiederum das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris) bevorzugt einen feuchteren Standort an Bächen und Teichufern, wo seine Blütenwolken von Mai bis August erblühen.

Pflege, Düngung & Vermehrung des Vergissmeinnicht

Wie schon erwähnt, ist das Vergissmeinnicht recht anspruchslos und vermehrt sich selbst. Zur Selbstaussaat können einige Pflanzen nach der Blütezeit einfach stehen bleiben, denn die Samen müssen erst ausreichend gereift sein, bis sie Nachkömmlinge ausbilden können. Zu Beginn der Wachstumszeit im April bzw. Frühling kannst du deinen hübschen Pflanzen mit herkömmlichem Volldünger zusätzliche Kraft verleihen, darüber hinaus brauchen sie in den Folgemonaten keine weitere Düngung. Ihre verwelkten und vertrockneten Blüten sollten dann im Juni entfernen werden.

Das Vergissmeinnicht als Heilmittel

In erster Linie wird das Vergissmeinnicht als Heilmittel in Form von Tee verabreicht. Dabei werden 1-2 Teelöffel getrocknete Vergissmeinnicht Blüten mit kochendem Wasser übergossen und für ca. 10 Minuten ziehen gelassen – so entfalten sich die Wirkstoffe bestmöglich. Es ist empfehlenswert den Tee 1-3 mal täglich zu sich zu nehmen. Welche Pflanzen möglicherweise noch eine Heilwirkung haben erfährst du in unserem Pflanzenlexikon.

Wie wirkt das Vergissmeinnicht?

  • beruhigend
  • entzündungshemmend

Besondere Anwendung für:

  • Darmentzündungen
  • Hautirritationen
  • Quetschungen
  • Rekonvaleszenz
  • Lymphknotenschwellung
  • Augenentzündungen
  • Nasenbluten



Steckbrief

Herkunft: Europa, Asien, Afrika, Nordamerika
Familie: Raublattgewächse
Farbe: Blau, Hellrose, Weiß
Blütezeit: April - Juni
Standort: sonnig bis halbschattig
Symbolik: Treue, Sehnsucht